Die Porsche Automobil Holding SE aus Stuttgart ist die frühere Obergesellschaft des gleichnamigen Sportwagenherstellers. Das operative Geschäft musste sie im Zuge der missglückten Übernahme der Volkswagen AG im Jahr 2012 jedoch komplett an diese veräußern. Im Gegenzug behielt sie aber die zuvor erworbenen 50,7 % aller VW-Stammaktien, das entspricht 32,2 % aller Stimmrechte. Seitdem ist die Porsche SE eine reine Beteiligungsgesellschaft, die ihre VW-Aktien verwaltet.
Heute wird die Porsche Holding SE an der Börse weit unter dem inneren Wert, sprich dem Wert ihrer Beteiligungen, gehandelt. Dieser so genannte „Discount“ beträgt derzeit rund 30 %. Der Grund für den Discount liegt in den aktuell mit ehemaligen Aktionären geführten Rechtsstreiten. Diese fordern Schadenersatz in Milliardenhöhe, da Porsche beim Versuch der VW-Übernahme irreführende Angaben gemacht haben soll. Die Analysten schätzen aus den Rechtsstreitigkeiten eine maximale Belastung von 2,5 bis 3 Mrd. Euro.
Wir gestehen dem Kerninvestment selber, nämlich der VW-Beteiligung, grundsätzlich großes Wertentwicklungspotential für die kommenden Jahre zu. Der Kurs der VW-Stammaktie ist in den letzten Monaten stark gefallen, sie hat sich vom Jahreshoch im März bei 247 Euro inzwischen aufgrund der China-Krise wieder auf 161 Euro verbilligt. Dies sehen wir als vorübergehenden Effekt an, und gehen davon aus, dass China in Zukunft auch weiterhin passable Wachstumsraten liefern wird, und Volkswagen in diesem Markt gut aufgestellt ist. In Bezug auf die Klagen erwarten wir eine außergerichtliche Einigung, die das Unternehmen wohl mit einem Millionenbetrag in mittlerer dreistelliger Höhe belasten dürfte.
Insgesamt sehen wir ein hohes Kurspotential für die Volkswagen Aktie und somit auch für die Porsche Aktie. Für unser Realdepot haben wir daher am 1. September 2015 insgesamt 150 Stück Porsche-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 60,435 Euro erworben. Die vollständige Kaufbegründung finden sie hier.